Der Gargano war eine der ersten Regionen Italiens, die
die Botschaft Christus kennenlernten und annahmen. Vom 3. Jh. an
wurde sie meistens von den mit östlichen Ländern handelnden
Fischern und von den ersten Verkündern des Evangeliums, die
östliche an den apulischen Küsten gelandet waren, verkündet.
Die Neuphyten versammelten sich an abgeschiedenen Orten, in
sogenannten Hypogäen, die in denm Fels gehauen waren und
wahrscheinlich schon von den Urmenschen benutzt wurden, um dort
zu unterrichten, zusammen zu beten und ihre Verwandten zu
begraben. Diese Orte, auch als frühchristliche Nekropolen
bekannt, findet man auf dem gesamten Gebiet von Vieste, vor allem
dort, wo größere Siedlungen vorzufinden waren. Die bekanntesten
sind die Grabstätte von S. Nicola im Gebiet Pantanello; Salata
und Salatella auf einer Landzunge am Strand Scialmarino;
Caprarezza, auf einem Hügel in der Nähe des Wallfahrtsortes S.
Maria von Merino; Grotta Spagnola, ca. 10 km südlich von Vieste;
S. Tecla im gleichnamigen Gebiet auf der Küstenstraße
Vieste-Mattinata und Menelite im Gebiet Vignanotica. Die
Nekropolen S. Giacomo und S. Lorenzo hingegen befanden sich ganz
in der Nähe von Vieste, wurden aber von den Steinbrechern
zerstört.
In allen Nekropolen befinden sich in der Erde wahllos angeordnet
Gräber, sowie Wandgräber, von denen einige halbkreisförmig
angeordnet sind.
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